Gemeinschaftsfischen

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Gemeinschaftsfischen

Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV) nimmt die Verschmelzung des Deutschen Ang- lerverbandes e.V. mit dem Verband Deutscher Sportfischer e.V. im Jahre 2013 zum Anlass, das Papier „Definition Wettfischen – Gemeinschaftsfischen“ in der Fassung vom 29. April 1994 zu aktualisieren. Hierbei wurde berücksichtigt, dass sich zwischenzeitlich die Rechtsgrundlagen in vielen Bundesländern verändert haben und die Abgrenzung zwischen zulässigen und unzulässi- gen Gemeinschaftsfischen vielfach direkt aus den Rechtstexten ersichtlich ist und damit keiner weitergehenden Auslegung bedarf.

Empfehlungen

Gemeinschaftsfischen im Sinne dieser Leitsätze sind Angelveranstaltungen unter gleicher Ziel- vorgabe, deren Zeitpunkt und Ort durch Ausschreibung, Aushang oder sonstige Bekanntma- chung von einem Veranstalter festgelegt werden. Der DAFV befürwortet derartige gemeinschaft- liche Fischen, die das Vereins- bzw. Verbandsleben fördern, der sozialen Bindung dienen und die vielfach als traditionelle Veranstaltungen durchgeführt werden.

Rechtsgrundlagen für Gemeinschaftsfischen, insbesondere für das Fangen, Hältern, Transportie- ren oder Töten gefangener Fische, sind die Fischereigesetze und -verordnungen, das Tier- schutzgesetz sowie die die Fischereiausübung betreffenden Teile des Naturschutz- und Wasser- rechts. Für alle Gemeinschaftsfischen gelten darüber hinaus die Grundsätze der guten fachlichen Praxis sowie ggf. existierende Hege-/Bewirtschaftungspläne und Gewässerordnungen. Die Teil- nehmer an Gemeinschaftsfischen sind über diese rechtlichen Vorgaben zu informieren.

Gemeinschaftsfischen sind nur zulässig, wenn die sinnvolle Verwertung der gefangenen Fische sichergestellt ist, die/der Hegepflichtige der Veranstaltung zugestimmt hat sowie eventuell erfor- derliche Zustimmungen der Fachbehörden vorliegen. Eine sinnvolle Verwertung liegt z. B. vor bei einer Verwendung als Lebensmittel.

Zulässige Gemeinschaftsfischen können durchgeführt werden

  • ohne Bewertung des Fangergebnisses

  • mit Bewertung von Einzelfängen oder

  • mit Erfassung des Fangs insgesamt.

 

Der Veranstalter kann Fangmethoden, Köder oder Futtereinsatz verbindlich vorgeben. Ein vorhe- riger Besatz des Angelgewässers mit fangfähigen Fischen in einem engen zeitlichen Zusammen- hang mit der Veranstaltung ist unzulässig. Die Teilnahme steht im Grundsatz jedem Mitglied des veranstaltenden Verbands oder Vereins sowie geladenen Personengruppen frei. Der Veranstalter kann aus sachlichen Gründen die Anzahl der Teilnehmer begrenzen.

Über Gemeinschaftsfischen sollen Protokolle angefertigt werden, die Zeitpunkt, Ort, Teilnehmer- zahl, Fangmenge (Stückzahl) und Fanggewicht nach Fischarten sowie ggf. besondere Vor- kommnisse enthalten.

Erinnerungsgaben sollen von ideeller Bedeutung sein und je Teilnehmer nur einen geringen Sachwert haben.

In Abgrenzung zu erlaubten Gemeinschaftsfischen sind verbotene Wettfischen fischereiliche Veranstaltungen, die durch Wettbewerbscharakter geprägt sind. Dazu gehören, wenn nicht das Landesrecht etwas anderes regelt:

  1. a)  ein weiterführender Charakter der Veranstaltung (Qualifikation),

  2. b)  eine wirtschaftliche Zielrichtung der Veranstaltung (z.B. Tombolafischen).


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